Kanshoji - Die grossen Feierlichkeiten im März 2013

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Gruppenfoto

Eine Blüte öffnet sich… Eine neue Etappe in der Entfaltung des Zenklosters Kanshoji …
Ein Samen keimt, eine Pflanze wächst, sie bringt Früchte hervor, die ihrerseits wieder Samen geben …
Am 5. und 6. März 2013 fanden unter dem wohlwollenden Blick von Donin Minamizawa Roshi die Feiern zum zehnjährigen Bestehen des Klosters, die Einweihung des neues Dojos und die Hossenshiki-Zeremonie von Jifu Olivier Pressac statt. , l’inauguration du nouveau dojo et la cérémonie d’hossenshiki de Jifu Olivier Pressac.


Donin Minamizawa Roshi und Taiun Jean-Pierre Faure, Abt von Kanshoji

Donin Minamizawa Roshi ist Vize-Zenji von Eiheiji, Abt von Chuôji (Sapporo) und Gründer von Kanshoji. Er war Meister Deshimaru in Japan begegnet und hatte ihn in seiner Mission unterstützt. Anlässlich dieser grossen Feierlichkeiten kam er in Begleitung einer Delegation von Eiheiji-Mönchen. Mehrere europäische Kyoshis sowie alle AZI-Verantwortlichen waren ebenfalls anwesend.


Jubiläumszeremonie zum zehnjährigen Bestehen von Kanshoji


Teezeremonie (Honsokucha)

Einleitend zur Hossenshiki-Zeremonie wird die versammelte Gemeinschaft zu einer Teezeremoie eingeladen, bei der die Doktrinfrage vorgestellt wird und der Abt einen Kommentar dazu abgibt.

Unten, die Unterweisung von Taiun Jean-Pierre Faure :

« In unserer Schule sprechen wir vom « Gipfel des Grossen Helden auf dem man einsam sitzt ». Dogen stellt ihn als die von allen Buddhas und Patriarchen durchschrittene grosse Pforte.
Auf dem alle anderen überragenden Gipfel sitzen, das heisst, die höchste Einsamkeit erfahren, die Einsamkeit, in der jegliches Geschwätz zwischen sich selbst und dem Selbst zunichte geworden ist. Uns öffnet sich in diesem Moment völlige Klarheit, eine weite Perspektive, in der alles diskriminierende Bewusstsein aufgehoben ist. […] »


Hossenshiki

Während dieser Zeremonie nahm Jifu Olivier Pressac offiziell seinen Platz als Shuso, als erstrangiger Mönch ein. Er zeigte Entschlossenheit, Kraft und Feingefühl.


Einweihung des neuen Dojos

Zu diesen Anlässen haben die Verwaltungsabgeordneten, die AZI-Verantwortlichen und die wichtigsten Verantwortlichen von Kanshoji jeweils eine kurze Rede gehalten. Ihre Worte sind hier wiedergegeben :

Der AZI-Präsident, Dokan Pierre Crépon :
« Vor zehn Jahren beschloss eine kleine Gruppe von Personen, die um Taiun Faure versammelt waren, sich an diesem Ort niederzulassen. Die Umsetzung dieses Plans war möglich dank dieser der Praxis eigenen Mischung aus Anstrengung und Loslassen, unterstütz vom Glauben an das Dharma, dem Wohlwollen von Reverend Dônin Minamizawa und Buddhas Segen. […]»

Die Unterpräfektin : « […] Ihre Gegenwart hier ist Ausdruck des Laizitätsprinzips, welches nicht die negative Form von Religion ist. Laizität ist Akzeptanz und Offenheit, sie ist Schutz und Toleranz. […]»

Hosetsu Laure Scemama, Vize-Präsidentin der AZK :
« Wir feiern heute die Einweihung des neuen, gerade eben fertiggestellten Dojos. Das Dojo ist das Herz des Klosterlebens. Es ist der Raum, in dem wir Zazen praktizieren, die gegenstandslose Meditation. Zazen ist, in sich selbst Retrat machen. Jeder ist allein, sich selbst gegenübergestellt und doch gleichzeitig in Gemeinschaft mit den andern. Auch im Kloster praktizieren und leben wir alle zusammen, allein und mit den andern. […]»

Taiun Jean-Pierre Faure, Abt des Klosters :
« Seit es die Menschheit gibt hat sie nie aufgehört, Krisen zu überwinden und weiter voranzuschreiten. Was wir heute erleben ist nicht nur eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise, es ist weit mehr als eine Krise des menschlichen Geistes — unsere Antwort darauf kann nicht nur wissenschaftlich oder technologisch sein, und schon gar nicht ideologisch. Sie muss eine Revolution des menschlichen Geistes auf sich nehmen. André Malraux, in seiner eigenen Weise ein Visionnär, sagte: « Das 21. Jahrhundert wird spirituell sein oder nicht sein. » Dem Geist, mit dem wir die Situationen angehen, dem Geist mit dem wir nach neuen Lösungen suchen, dem Geist mit dem wir uns den Veränderungen anpassen müssen wir Gewicht beimessen. […]»


 

 

 

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